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Richtig Wäsche waschen: so geht's

Für viele scheint es eine Raketenwissenschaft zu sein. So vieles, das es zu beachten gilt. Und am liebsten wäre vielen, die frisch von zuhause ausziehen, dass die Eltern weiterhin diese scheinbar nicht zu bewältigende Aufgabe übernehmen: Wäsche waschen. Tatsächlich ist Wäsche waschen aber gar nicht so kompliziert. Es gilt lediglich einige wichtige Punkte zu beachten. Alles was Du rund um das Thema “richtig waschen” wissen musst, verraten wir Dir hier.

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Vorbereitung ist alles: Wäsche richtig sortieren

Es gibt mehrere Schritte, nach welchen Du Deine Wäsche sortieren solltest, um ein optimales Ergebnis beim Waschen zu erhalten. 


  1. Gleiche Farben zueinander
    Sortiere Deine Wäsche nach heller, weißer, schwarzer und bunter Wäsche. 

  2. Ähnliche Materialien zusammen
    Im nächsten Schritt unterteilst Du Deine farblich sortieren Wäschehaufen nach Materialien. Sportklamotten kommen hier zum Beispiel zusammen und feine Teile aus Seide, Wolle oder Spitze, sowie “schwere” Textilien wie Handtücher oder Jeans. 


Natürlich kannst Du hier flexibel bleiben und auch mal helle und weiße Sachen miteinander waschen, wenn sie nicht ihre erste Wäsche haben und noch abfärben könnten. Gerade wenn Du alleine wohnst, ist es natürlich schwerer, für alle Bereiche “genug” Wäschestücke zusammen zu bekommen. Wenn Du wirklich weniger Kleidung waschen musst, achte auf ein kurzes Programm, damit nicht unnötig viel Wasser und Energie für wenig Kleidung verbraucht wird. 

Hast Du Deine Wäsche entsprechend sortiert, geht es daran, den richtigen Waschgang und die richtige Waschtemperatur zu wählen. 


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Welchen Waschgang und welche Temperatur benutze ich für was?

Nachdem Du Deine Wäsche farblich sortiert hast, gibt ein paar grundlegende Richtlinien, welche Textilien und Stoffe bei wieviel Grad und in welchem Programm gewaschen werden.

Hier ein Überblick darüber, welche Teile wie gewaschen werden sollten:. 


  • HandtücherBettwäsche oder Socken sollten im Normalwaschgang bei 40 oder 60 Grad gewaschen werden. Auch Unterwäsche, die nicht aus feinen Materialien wie beispielsweise Spitze ist, gerne bei 60 Grad der Hygiene wegen Waschen. Hier empfiehlt sich ein Vollwaschmittel.
    In der Regel reichen auch 40 Grad für ein sauberes und hygienisches Ergebnis. Jedoch ist es wichtig, dass die Maschine auch regelmäßig bei 60 Grad läuft, um Krankheitserreger und Bakterien abzutöten. 

  • Unempfindlichebunte Wäsche (besonders aus Baumwolle) kann bei 30-40 Grad im Normalwaschgang oder Pflegeleicht-Waschgang mit Colorwaschmittel (Buntwaschmittel) gewaschen werden.

  • Bunte Wäsche, die aus empfindlicheren Materialien, gemacht ist,  sollte mit Feinwaschmittel im Feinwaschgang gewaschen werden.
    Wichtig zu beachten: Bei Feinwaschgängen dreht sich die Trommel weniger intensiv, weshalb es bei stärkeren Verschmutzungen dazu kommen kann, dass Kleidungsstücke nicht richtig sauber werden. 

  • SeideWolle und andere feine Textilien unbedingt bei niedrigen Temperaturen und in einem speziellen Wollwaschprogramm waschen. Solltest Du kein solches Waschprogramm haben, dann auf die gute alte Handwäsche zurückgreifen.

  • Atmungsaktiven Textilien für den Sport unbedingt mit einem speziellen Sportwaschmittel waschen, da mit anderen Waschmitteln die Fasern verkleben können. Die meisten Kleidungsstücke für den Sport können bei 30-40 Grad auf einem schonenden Programm gewaschen werden. Hier unbedingt auf Weichspüler verzichten, da dieser die Membrane verklebt.

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Waschsymbole: Das bedeuten sie

In diesem PDF haben wir Dir die wichtigsten Symbole rund um Wäsche inklusive ihrer Bedeutung zusammengefasst. 


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Die Waschmaschine: Die richtige Einstellung macht’s

Hier geht es darum, zusätzlich zu den voreingestellten Programmen noch bestimmte Parameter anzupassen, um ein optimales Ergebnis zu erhalten und dabei so wenig umweltschädlich wie möglich zu bleiben. Hier 3 ultimative Tipps, die Du beachten solltest:


  1. Waschdauer manuell einstellen
    Häufig waschen Programme sehr lange, was für die Sauberkeit der Textilien nicht dringend notwendig ist. Ein Waschgang sollte so kurz wie möglich und so lange wie nötig sein. Gerade Eco-Programme waschen teilweise unnötig lange, aber das steht immer wieder in der Kritik, wie sinnvoll das tatsächlich ist. Bei den meisten Maschinen kannst Du selbst an der Dauer des Waschprogramms drehen und hier gerne alles auf unter 1,5 Stunden reduzieren. Für feinere Wäsche beispielsweise reicht häufig eine Waschdauer von einer guten halben Stunde. 

  2. Temperatur anpassen
    Manchmal sind bei bestimmten Programmen zu hohe Temperaturen für das Waschprogramm eingestellt. Hier kannst Du gerne selbst die Waschtemperatur reduzieren, da in der Regel maximal 40 Grad für ein sauberes Ergebnis reichen. Das spart Strom und schont damit Geldbeutel und Umwelt.

  3. Drehzahl beim Schleudern reduzieren
    Je weniger Umdrehungen Deine Maschine beim Schleudern macht, umso langlebiger werden Deine Kleidungsstücke sein. Für Textilien ist es besonders stressig, hohe Drehzahlen beim Schleudern auszuhalten. Außerdem führen niedrigere Schleuderzahlen dazu, dass Kleidung weniger knittert und Du somit weniger Bügelarbeit hast. 

Wäsche richtig trocknen wäscheleine aufhängen

Wäsche richtig trocknen - so geht’s

Klar ist ein Trockner praktisch, weil Deine Wäsche schnell wieder einsatzbereit ist. Gerade bei Handtüchern oder Bademänteln hilft der Trockner, die Materialien weicher erscheinen zu lassen. Allerdings sind Trockner für die Umwelt nicht besonders gut, da hier in der Regel sehr viel Energie verbraucht wird. Deshalb ist es sinnvoll, Wäsche an der Luft trocknen zu lassen.
Hier drei Tipps, die das Trocknen erleichtern und Dir lästiges Bügeln ersparen. 

  1. Kräftig ausschütteln
    Vor dem Aufhängen die Wäsche einmal kräftig “ausschlagen” oder “ausschütteln” hilft dabei, Faltenbildung zu minimieren. Auch kann es sinnvoll sein, Kleidung schon mal in ihre angestammte Form zu “ziehen”, um zu verhindern, dass sich die Kleidung im Laufe ihres Lebens unschön an den Nähten verzieht. 

  2. Wäsche draußen trocknen
    An schönen warmen Tagen (und wenn es Deine Wohnsituation erlaubt) ist es für Textilien besonders gut, sie draußen trocknen zu lassen. Ein leichter Wind sorgt dafür, dass Deine Textilien zusätzlich “geglättet” wird und besonders schnell trocknet. Allerdings musst Du darauf achten, Kleidung nicht in der prallen Sonne aufzuhängen, da das dunkle und farbige Kleidung ausbleichen und weiße Stücke gelb erscheinen lassen kann.

  3. So viel auf Bügel hängen wie möglich
    Hängst Du T-Shirts, Kleider, Pullover oder Jacken direkt auf Bügel, erspart Dir das zusätzliche Bügelarbeit. Die Sachen hängen sich beim Trocknen auf einem Kleiderbügel schon ein bisschen “aus” und findet so schon im Trocknungsprozess in ihre gewünschte Form. 

Umweltfreundlich waschen: Darauf solltest Du achten

Um eine Wäsche umweltfreundlich zu gestalten, gibt es einige Faktoren, die einen Einfluss darauf haben. Zunächst beginnt eine umweltfreundliche Wäsche mit der Beladung der Maschine. Sie sollte so voll wie möglich werden, ohne überladen zu sein. Als Faustregal kannst  Du Dir merken:

  • “Zwischen Wäsche und Oberkante der Maschine sollte noch eine gespreizte Hand passen.” 

  • Dann ist die Temperatur ein wichtiger Faktor. Je weniger heiß Du wäscht, umso weniger Energie wird für die Erwärmung des Wassers aufgebracht. Die Gradzahl macht auf jeden Fall einen entscheidenden Unterschied im Energieverbrauch.

  • Auch wichtig für die Umwelt ist, welches Waschmittel Du nutzt und vor allem, wie Du es dosierst. Nach Gefühl zu dosieren ist nämlich sehr umweltschädlich. Es geht darum, nur so viel Waschmittel zu nutzen, wie Du für eine saubere Wäsche brauchst. Alles darüber hinaus ist unnötige Chemie für die Umwelt, denn viele chemische Inhaltsstoffe können auch in Kläranlagen nicht gefiltert werden und sorgen so dafür, dass Wasser mit Chemie angereichert wird. 

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Waschmittelvergleich: Das ist der Unterschied

Zunächst wird zwischen festem und flüssigem Waschmittel unterschieden. Flüssige Waschmittel enthalten mehr waschaktive Substanzen (Tenside) und häufig Konservierungsstoffe, die schädlich für Gewässer und die Umwelt sind. 


Exkurs: Tenside

Tenside sind für den Reinigungsprozess unverzichtbar, aber nicht gänzlich unkritisch für die Umwelt. So müssen in der EU für Reinigungszwecke eingesetzte Tenside per Gesetz leicht biologisch abbaubar sein. Sie werden jedoch häufig auf Basis von Erdöl hergestellt. Wir bei everdrop verwenden Tenside, die auf nachwachsenden und zertifizierten Rohstoffen basieren. So versuchen wir, besser für die Umwelt zu sein. 

Häufige gestellte Fragen rund ums Thema Wäsche

Richtig waschen und richtig bügeln

Wie oft sollte Kleidung gewaschen werden?

So oft wie nötig, so wenig wie möglich lautet hier die Devise. Zudem wirklich nur dann waschen, wenn die Kleidung entweder nach Schweiß riecht oder tatsächlich Flecken sichtbar sind. Häufig waschen wir Bekleidung aus der Motivation heraus, dass sie wieder frisch riecht, das ist aber überflüssig. Häufig reicht es, Klamotten einfach an die frische Luft zu hängen und sie über Nacht auslüften zu lassen. Bei Jeans gibt es beispielsweise die Empfehlung, sie einfach einzufrieren, was unangenehme Gerüche ebenfalls verschwinden lässt.

Je häufiger Kleidung gewaschen wird, umso mehr wird sie strapaziert und die Fasern in Mitleidenschaft gezogen. Also: Nur dann waschen, wenn es wirklich nötig ist. 

Muss ich neue Kleidung waschen?

Neue Kleidung sollte in jedem Fall gewaschen werden, um Rückstände von Färbemitteln und dem Transport und Verpackungen aus den Textilien zu waschen. Häufig findet sich dieser Hinweis auch auf dem Etikett eines Kleidungsstücks. Außerdem kann es sein, dass neue Kleidung beim ersten Waschen abfärbt, also solltest Du darauf achten, mit welchen anderen Kleidungsstücken Du sie wäscht. 

weiße Wäsche richtig sauber machen waschen

Wie bekomme ich Flecken aus weißer Wäsche?

Als absolutes Haushaltsmittel bei Flecken auf weißer Kleidung eignet sich Backpulver, beziehungsweise Natron. Dabei wird Natron oder Backpulver mit Wasser zu einem Brei vermischt, der dann auf die entsprechenden Flecken aufgetragen wird. Anschließend mit einer (Zahn)bürste das Ganze etwas einarbeiten und mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen. Danach wie gewohnt waschen.

Sollte das nicht funktionieren, kannst Du Fleckenpulver verwenden, was allerdings in der Regel sehr chemisch und aggressiv ist. Probiere doch zunächst die umweltverträglichere Variante. Falls diese nicht hilft erst im Anschluss zur chemischen Alternative greifen. Falls dich das Thema Flecken weiter interessiert, schau doch mal bei unserem Ratgeberartikel zum Thema hartnäckige Flecken entfernen vorbei.

Wird Waschmittel komplett aus der Wäsche ausgespült?

In der Regel sollte jede Waschmaschine - auch neuere mit weniger Wasserverbrauch - Waschmittel vollständig aus Deiner Kleidung spülen. Nach der sogenannten Hauptwäsche wird schon ein Großteil des Waschmittels ausgespült, in den folgenden Spülgängen dann idealerweise das übrig gebliebene Waschpulver. 

Nehme ich bei einer halbvollen Maschine nur die Hälfte des Waschpulvers?

Die Dosieranleitung auf der Rückseite Deines Waschpulvers informiert Dich über die optimale Dosierung des Waschpulvers. Es lässt sich festhalten, dass Du bei einer weniger vollen Maschine auf jeden Fall auch weniger Waschpulver verwendest. 

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Braucht atmungsaktive Sportkleidung ein spezielles Waschmittel?

Atmungsaktive Sportkleidung braucht definitiv ein spezielles Waschmittel, das besonders schonend zu den Fasern ist. Bei normalem Waschmittel besteht die Gefahr, dass die Fasern oder Membranen verkleben und Deine Kleidung somit nicht mehr ihre gewohnte Funktion und Eigenschaft hat. Am wichtigsten ist hier, die Waschanleitung im Kleidungsstück zu beachten und Dich an die entsprechenden Anweisungen zu halten. 

À propos de l'auteur

Marina Danner
Marina Danner
Marina liebt Worte: Sie arbeitet als Texterin, Konzepterin und freie Traurednerin. Was sie bewegt? Die Liebe, unser Planet und zwischenmenschliche Beziehungen. Marina liebt die Natur, leckeres Essen und gute Gespräche.